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Deutsche Nachrichten 1947 Nr 44

 vom 10. November 1947

Deutsche Nachrichten 1947 nr 44

 fra 10. november 1947.

 
  • Friede ernährt -- Unfriede verzehrt af Karl Paetsch, Aalborg, Vestre Allé. #1.
  • Kritik zum Tanz af Rudo Liermann, Grove pr. Karup, Bar 219/4: #20.
  • Armes Deutschland af Constantin#41.
  • Deutschland von heute af Gertrud Lemke-Andersen, Aarhus. #49.

  • Das Krankenhaus in Grove af Erika Roggatz, Flüchtlingslager Grove-Karup:  #64
  • Freden ernærer, ufreden fortærer
  • Kritik til dans
  • Stakkels Tyskland
  • Tyskland af i dag

  • Sygehuset i Grove
     1 Friede ernährt -- Unfriede verzehrt
            Liebe Landsleute!
          Wir alle haben Ursache, ernstlich über diese Worte nachzudenken. Jeder ehrliche, aufrechte Mensch, der Verantwortungsgefühl besitzt, der immun gegen das Gift der braunen Pest ist und der eine Lehre aus dem grausamen Geschehen gezogen hat, wird es für seine Hauptaufgabe ansehen, Unfrieden stiftenden Elementen bei der Ausspritzung ihrer kriegslüsternen Tendenzen schonungslos entgegen zu treten, auch wenn sie sich noch so schön das Mäntelchen der christlichen Nächstenliebe umhängen. 
    3  Wir dürfen diesen Elementen keine Konzession machen. Haben doch Millionen Menschen ihr Gut und Blut diesem Moloch Krieg opfern müssen. Die Folge des Unfriedens ist: Hunger in allen Gassen, Elend in jeden Haus, nicht nur in Deutschland, sondern in vielen Ländern in Europa, nein fast auf der ganzen Erde, welche überfallen oder in diesen Unfrieden hineingezogen wurden. 
    4        Dass der Friede ernährt, sehen wir mit aller Klarheit an den Ländern, welche nicht in den Krieg hineingezogen wurden, die Schweiz, Schweden. Sie sind nicht ausgepowert, bluten nicht aus allen Wunden, da hat der Mensch sein Sattessen, da wird der Speisezettel nicht nach Kalorien berechnet. Ein Speisezettel einer schwedischen Betriebsküche dient als Beweis meiner Behauptung und liebe Landsleute, ich weiss, vielen würden das Wasser im Munde zusammenlaufen, wenn ihr von den schönen Dingen hören würdet, von denen man essen kann, so viel man will. 
    5  Unser Hab und Gut, das vernichtete Jugendglück, Familienglück und Lebensexistenz und auch unser gutes Sattessen, wäre un´s erhalten geblieben, wenn wir den Frieden bewahrt hätten. Ich behaupte, wenn die freie Stadt Danzig von all diesem Unfrieden verschont geblieben wäre und Habgier und Herrschsucht ausgeschaltet hätte, sie wäre heute für uns ein Schlaraffenland -- ein blühendes Stück Land inmitten einer zerstörten Welt. 
    6         Als Kriegsgegner, der gegen den Militarismus eine grosse Abneigung hatte, und ihn als Mörderorganisation in Uniform bewertete, musste ich den Krieg von 1915 bis zu meiner Verwundung 1918 mitmachen. Ich erkannte, dass wir in einer ganz verkehrten Weltordnung leben, wo man die kleinen Spitzbuben und Mörder hängt und verachtet, den Grossen aber huldigt, ja sie als Ehrenmänner dem Volk präsentiert. 
    7  Als junger Fabrikarbeiter habe ich schon erkannt, dass die Freuden der Reichen recht oft mit den Tränen der Armen erkaft sind und doch bilden sich diese ein, die Wohltäter der Armen zu sein!
    8          Die Kriegsgreuel waren im ersten Weltkrieg ebenso grausam wie im letzten, die Toten klagten die ekelhaften Kriegstreiber und die kriegslüsterne Volksmasse an wie heute. Es war mein Bestreben, die Jugend vor solchem grausamen Geschehen zu bewahren. Ich trat daher aktiv gegen die Kriegstreiber und die kriegslüsterne Volksmasse auf, so gut ich es als Arbeiter konnte. Dieses können Tausende von meinen Landsleuten bestätigen.
    9  Als Kriegsbeschädigter, der selbst noch 3 Brüder auf dem angeblichen Felde der Ehre verloren hatte, wurde ich oft deshalb von dem Kriegstreiber Koch dem Gauleiter, von Hülemann und Scheppke als Agent Moskaus beschimpft. Diese Kriegstreiber beschworen einen neuen Krieg herauf, das Gift des Unfriedens tat seine Wirkung.
    10  Die Grausamkeiten wurden selbst gegen Kinder, Frauen und Greise ohne Gnade und Barmherzigkeit angewandt. Die Gräber sind noch nicht mit frischem Grün bedeckt, und die gleichen Kräfte sind wieder am Werke, ein neues Verbrechen an der Menschheit heraufzubeschwören. Diese Kräfte findet man unter allen Schichten der Bevölkerung, selbst unter denen, die am schlimmsten an der Folge des Unfriedens tragen, auch hier in den Lagern im fremden Lande. 
    11  Ihnen muss man einen schonungslosen Kampf ansagen, heisst es doch im Bibelwort, man soll die Narren in ihrer Narrheit nicht bestarken, sonst wird es ärger wie zuvor. Statt dem dänischen Volke zu danken, dass es uns Brot in dieser erbärmlichen Nachkriegszeit gibt, und ein Asyl gewährt, sind in den Lagern Menschen am Werke, die wieder zum Kriege hetzen. Die meisten sind zu denkfaul, um über die Ursachen nachzudenken, warum sie eigentlich jetzt in Dänemark gelandet sind. 
    12  Wohl spüren alle bitter die Wirkung des furchtbaren Krieges, doch die meisten sind tief vergiftet von dem Unfrieden, um den Krieg als einzige Ursache ihres Elends zu erkennen. 
    13        Wohl geben sich die "Deutsche Nachrichten" alle Mühe, dieses nazistische Gift aus dem Volkskörper zu entfernen, doch ihre ehrelichen vernünftigen Worte werden von diesen Unfriedestiftern nicht beachtet. In jeder Maske trifft man diese Gesellen, traf ich doch vor einigen Tagen einen sonst als fleissigen Kirchengänger Bekannten, der unter Zeugen ausrief, wenn ich nochmals nach Polen komme, werde ich jeden Polen in der Wiege erschlagen. 
    14  Ebenso traf ich eine sogenannte Dame, eine Bestie in Menschengestalt. Sie beklagte sich erst bitter, dass ihre Verwandten gergewaltigt worden sind, aber im gleichen Atemzug gebrauchte sie die Worte: Auf die Polen habe ich eine grenzenlosen Wut, wenn ich hier 5-6 kleine Polenkinder hätte, ich würde ihnen die Köpfe mit diesem Messer abschneiden, denn aus den Polenkindern werden Polen. 
    15   Liebe Landsleute, so sehen die aus, welche von der Nächstenliebe reden, aber diejenigen beschimpfen, welche ehrlich für den Frieden eintreten. Ist es nicht die alte nazistische Gesinnung? 
    16         Es ist leider so in unserem Volke, dass die meisten Erwachsenen in politischen Dingen wie 5-jährige Kinder sind, trotzdem sie in geschäftlichen und technischen Dingen Erfahrungen wie 50-60-jährige haben. Leider werden die meisten als 5-jährige politische Kinder sterben, aber ein Segen könnte es sein, wenn sie sich von denen regieren liessen, welche den Mut haben, die Dinge zu sehen, wie sie sind, die die rauhe Wirklichkeit begreifen. 
    17  Aber sie haben meistens in den letzten 33 Monaten überhaupt nicht nachgedacht, wie es möglich was, dass sie in Dänemark gelandet sind. 
    18         Wir Schaffende des deutschen Volkes müssen mit allen Schaffenden der Welt aktiv für den Frieden streben. Wir alle müssen aus diesen Geschehen die Lehre gezogen haben, dass der Friede ernährt und der Unfriede verzehrt. Euch liebe Landsleute, rufe ifh ein paar Worte von unserem Dichter Heinrich Heine zu:
    19        Ein neues Lied, ein besseres Lied,
    O, Freunde, will ich euch dichten.
    Wir wollen hier auf Erden schon
    das Himmelreich errichten.
    Wir wollen auf Erden glücklich sein
    und wollen nicht mehr darben!
    Verschlemmen soll nicht der faule Bauch
    was fleissige Hände erwarben. 
    Karl Paetsch,
    Aalborg, Vestre Allé. 
    20  Kritik zum Tanz
    21        Die Stärkung, die uns die Kunst gibt, den uns vom Schicksal aufgezwungenen Kampf durchzukämpfen, die Hebung des moralischen Niveaus und überhaupt die erzierische Kraft, die die ernste Kunst ausübt, ist eine Tatsache, die unbestritten bleiben dürfte. Vor allen Dingen ist es Weitherzigkeit, zu der die Kunst erzieht. 
    22         Dass die Weitherzigkeit eine Tugend ist, die dem deutschen Volk nötiger tut als irgend einem anderen, wird unter dem Eindruck der politischen Engstirnigkeit, die wir im letzten anderthalb Jahrzehnt an den Tag gelegt haben, eine verständliche Behauptung. 
    23  Aber es ist auch Humor und Lustigkeit, die ein Mensch braucht, um Mensch zu bleiben, und immer wird die Lustigkeit ein kraftspendender Faktor sein. Es finden sich aucn immer wieder Leute, die es sich zur Aufgabe machen, ihre Mitmenschen zu erheitern. Die Bühne erfreut uns mit Komödien und Varietés, gesellige Abende werden veranstaltet, wo humorbegabte Menschen uns in den Schatz ihres oder fremden Witzes schauen lassen. Was sie bieten, kann nötigenfalls unter dem Namen Kunst bestehen.
    24        Eine Unterhaltungsform aber, die man nicht zur Kunst rechnen wird, ist der öffentlichen Tanz. Wie sehr der Tanz entspannung ist, beweist die Frölichkeit und Ausgelassenheit, die sich immer wieder der Tanzenden bemäcjtigt.
    25   Für die Älteren (um nicht zu sagen für die Alten) ist es schier unbegreiflich, wie die Jugend an einem Tanz Freude findet, bei dem das Geschurre der Holzsandalen lauter ist als die durch eind Quetschkommode erzeugte Musik, bei dem der über den Paaren lastende Mief das Licht der kleinen Birne nicht bis in die Ecken des Saales dringen lässt, bei dem man in den Pausen auf seine zwei Beine angewiesen ist sich auszuruhen, höchstens irgendwo in der Ecke einen schiefen Tisch findet, dem Körper nach dem Geholze einige Minuten Ruhe zu bescheren, ganz zu schweigen von den fehlenden Erfrischungen. 
    26 Nun will ich gleich bemerken, dass ich wie auch meine Altersgenossen wissen, dass der Tanz in der hier aufgeführten Form Kulturmenschen unwürdig ist. Wer von uns sich nicht an den Tanz der Eltern erinnern kann, sieht im Film, was Tanz ist und was er bieten kann. Das Herz eines jeden Tanzfreudigen wird sich mit Schmerz füllen bei dem Vergleich von damals und heute. 
    27  Nur mit Ingrumm kann man an die denken, die auch dies verschuldet und uns ins Elend gestossen haben. Menschenwürdig ist unser Tanz nicht, insoweit haben die Älteren recht. Was aber getan wird, den Tanz würdig zu gestalten, ist kümmerlich. 
    28         Weil der Tanzsall immer überfüllt ist, werden Tanzkarten ausgegeben, um die Zahl der Tänzer herabzudrücken. Wir haben hier dasselbe Übel wie bei der Ausgabe von Raucherkarten; auch Leute, die sonst nie oder selten zum Tanz gehen, bekommen regelmässig Karten; die Zahl der Nichttänzer in dem viel zu kleinen Saal wird dadurch noch grösser. 
    29        Diejenigen aber, die abends Dienst haben, dürfen auch an ihrem freien Tag nicht zum Tanz, weil an dem Tag ein anderer Bezirk dran ist. Paaren, die sich gefunden haben, wird das Zusammenssein beim Tanz genommen, weil sie in verschiedenen Bezirken wohnen. Bei starker Bewachung durch die Polizei wird durch diese Massnahme erreicht, dass wenige Paare im Saal sind, und wenn die Polizei energisch genug auftritt, verläuft der Tanz sogar einigermassen störungsfrei.   
    30  Aber in eben dem Masse als der Tanz besser wird, wird auch das Verlangen grösser, in den Saal zu kommen. Versuche, gewaltsam in den Saal einzudringen, sind eine Rüpelhaftigkeid; abe doch auch wieder nur ein Protest, den die Jugend nicht besser zum Ausdruck zu bringen weiss.   
    31 Denn zwei Stunden Tanz in zwei Wochen ist zu wenig. Im Verhältnis zu dem was für die Kultur im Lager getan wird, wird für den Tanz zu wenig getan. 
    32        Der Grund des Übels wird daran liegen, dass über den Tanz Leute bestimmen, die selber nicht mehr oder nur in "besseren" Gesellschaften tanzen. Aber ich möchte an ihre Erinnerung appellieren. Diese Leute schwelgen doch gelegentlich gern in der Erinnerung an vergangene, bessere Zeiten.   
    33  Schmunzelnd erzählen sie von durchgetanzten Nächten, wo es soviel Wein gab wie hier Tee und soviel Süssigkeiten wie hier Kaltverpflegung. Davon sprechen jene Leute, die jetzt auf die Sittenlosigkeit der heutigen Jugend schimpfen, einer Jugend, die schon um 23 Uhr auf dem Lager liegt, zu einer Zeit als es früher in den Zentren der Unterhaltung erst anfing, schön zu werden.   
    34 Der Jugend ist das Wandern und Reisen genommen, die Schönheigen der Natur bleiben ihr ebenso verborgen wie das trubelhafte Leben in der Grosstadt. Aus Büchern, vom Erzählen und aus dem Film ersieht die Jugend von heute, was die Generation von 1933 der heutigen Jugend genommen hat. Ich halte es mit dem Wort: "Vor einem grauen Haupte sollst Du dich in Ehrfurcht neigen!" und achte auch jeden, der älter als ich ist, als den des Lebens Erfahrerenen; aber als Generation haben uns die Leute, deren Geburtstag in die Jahren von 1880-1910 fällt, nichts zu sagen. 
    35 Wenn wir von dieser Generation lernen können, dann nur an ihren Fehlern; war das Vaterland doth noch nie so mit Schande beladen und so ohnmächtig wie jetzt! Das Werk der Generation von Hindenburg -- Hitler! 
    36        Warum gönnen uns die Älteren nicht, was sie selber in ihrer Jugnd genossen haben? Wenn irgend wo in einer Wohnbaracke Tanz ist, so wird er ohne triftigen Grund auseinandergesprengt, nur weil es Befehl ist. Und wenn schon der Tanz erlaubt werden soll, so soll er eine Woche vorher angemeldet werden. Sowas nenne ich Bürokratie; übrigens ein im Lager weit verbreitetes Übel. Wie sollen anders die Jugendlichen ihren Geburtstag oder ihre Abfahrt nach Deutschland feiern? Gibt es sont noch ein Vergnügen, das die Jugend sich hier bereiten kann? Sein einzigstes Paar Lederschuhe wird sich in seinem eigenen Interesse schon niemand zertanzen. 
    37 Oder ich denke an die Verehrer der klassischen Musik, an die, die für die Romantik schwärmen aber voll Verachtung auf das Gejazze von heute herabblicken. Der Fortschritt in der Mustik ist aber ebenso wenig aufzuhalten, wie der auf politischem, sozialem order technischem Gebiet. Wohl ist das, was man im Saal hört, keine gute Musik, aber die Verfechter der Kulturreaktion vergessen ganz, dass, um einen Swing sauber und stilecht zu spielen, eben eine Kapelle notwendig ist und nicht nur ein Knopfkasten. 
    38 Die Leute, die heute so verächtlich über den Tanz sprechen, statt ihn durch entsprecende Massnahmen zu kultivieren, die um 1900 den Arbeiter wegen seiner materiellen Armheit und Unwissenheit verachteten, aber nichts taten, die Lage dieser Menschen zu bessern. So muss, um die Jugend zufrieden zu stellen, der Tanz nicht nur besser gestaltet, sondern auch öfter durchgeführt werden. 
    39        Auf kulturellem Gebiet haben unsere Vertrauensleute in der Flüchtlingsadministration und in den Lagerleitungen bei den Dänen erstaunliches für uns erreicht. Und eben dahin geht meine Bitte, dass diese Leute, die wirklich viel für die Allgemeinheit einsetzen und ihr das Recht fröhlich zu sein, sichern. Können von den Summen, die die Dänen für die Kulturarbeit ausgeben, nicht kleinere Summen abgezogen werden, um sie für den Tanz zu verwenden, um Tanzplatten und Musikinstrumente zu kaufen, oder um die Besitzer der Instrumente dazu zu bewegen, das Instrument der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen? 
    40  Vielleicht liessen sich auch Lautsprecher verwenden. Und wenn mal bis morgens getanzt wird, wie das in Kløvermarken geschehen sein soll, so würde davon sicher auch niemand sterben. Es geht nicht alles, aber doch vieles, wenn man nur will. 
    Rudo Liermann,
    Grove pr. Karup, Bar 219/4.
    41  Armes Deutschland! Stakkels Tyskland!
    42      Lieber Freund!
           Deinen lieben Brief erhalten, sage Dir meinen besten Dank. Du wunderst Dich, weshalb ich nicht schreibe. Was soll ich Dir mitteilen, geändert hat sich hier in Deutschland seit 1945 soviel wie garnichts. In verschiedenen Betrieben hat man nur die Kleider gewechselt, aber die Gesichter sind dieselben geblieben. 
    Kære ven!
           Jeg har fået dit brev, tusind tak for det. Du undrer dig over, hvorfor jeg ikke skriver. Hvad skal jeg meddele dig, her i Tyskland er der så godt som intet, der har ændret sig siden 1945. I de forskellige forretninger har man kun skiftet klæderne ud, men ansigterne er stadigvæk de samme. 
    43 Auf Deinem Arbeitsgebiet ist hier in Deutschland noch sehr viel Arbeit zu leisten. Unsere Arbeit in Dänemark war wenigstens von Erfolg, aber hier in Deutschland ist auf diesem Gebiete soviel wie garnichts zu merken, wo liegt der Fehler? På dit arbejdsområde er der her i Tyskland stadig virkelig meget arbejde at gøre. Vort arbejde i Danmark gav i det mindste resultet, men her i Tyskland er der på dette område så godt som intet at mærke, hvor ligger fejlen? 
    44         Warum werden durch den schwarzen Markt den kleinen Leuten soviele lebenswichtige Erzeugnisse entzogen? Was für Leute (Verkäufer und Käufer) sind es, die den schwarzen Markt bevölkern? Ich und die Leute meinesgleichen können sich nicht 500 gr. Butter für RM 250.-, 3 Pfund Brot für DM 30.- oder ähnliche Sachen leisten.           Hvorfor bliver der af det sorte marked trukket så mange livsvigtige produkter bort fra den lille mand? Hvad er det for mennesker (sælgere og købere) der befolket det sorte marked? Jeg og folk af min slags kan ikke få fat på 500 g smør for 250 rigsmark, 3 pund brød for 30 rigsmark eller lignende sager. 
    45  Die Preise für Kleidungsstücke und Textilwaren sind auf dem schwarzen Markt ins Unermessliche gestiegen. Es gibt nur eine Sorte von Leuten, die diese Preise zahlen können und auf Kosten des kleinen Mannes in Herrlichkeit und in Freuden leben und sich um die Not ihrer Mitmenschen garnicht kümmern, im Gegenteil sich wundern, wenn wir von Hunger und Not sprechen.  Priserne for tøj og tekstilvarer er steget til uanede højder på det sorte marked. Der er kun én slags mennesker, som kan betale disse priser og på bekostning af den lille mand leve i herlighed og glæde og helt lade være med at bekymre sig om deres medmenneskers nød, og i stedet undre sig over, at vi taler om sult og nød. 
    46  Trotzdem ich jetzt erst wieder ½ Jahr in Deutschland bin, könnte ich schon ein ganzes Buch darüber schreiben. Trods det at jeg nu kun har været et halvt år i Tyskland, siden jeg vendte tilbage, kunne jeg skrive en hel bog om det. 
    47         Grüsse alle Bekannte und Freunde und sage ihnen, dass wir in Dänemark gut verpflegt worden sind, wir brauchten dort nicht zu hungern. Auch während der Fahrt nach hier haben uns die Dänen reichlich versorgt, aber nachher fing erst das richtige Elend an. Unseren lieben Landsleuten aber sage, insbesondere den Meckerern über die dortige Ernährung sage, sie sollen sich nicht täuschen, in Deutschland besser leben zu können und werden sich wundern, wenn sie hier wöchentlich mit 2-3 Pfund Brot ohne Kartoffeln auskommen müssen.         Hils alle bekendte og venner og sig til dem, at vi fik en god forplejning i Danmark, vi behøvede ikke at sulte dèr. Også under rejsen herned har danskerne givet os rigelige forsyninger, først bagefter begyndte det at blive rigtig elendigt. Men sig til vore kære landsmænd, især til dem, der brokker sig over maden dèr, at de ikke skal narre sig selv til at tro, de kan leve bedre i Tyskland, og at de vil kommer til at blive forbavsede, når de her skal klare sig med 2-3 pund brød eller kartofler pr uge. 
    48  Fleisch gibt es hier 4-wöchentlich 300-400 gr., Fett ca. 125 gr., das heisst, wenn überhaupt soviel vorrätig ist. Es klingt alles wie ein Märchen und doch ist es wahr. Sei vielmals und herzlichst gegrüsst. 
    von Deinem Freunde
    Constantin. 
    Kød kan man her få en gang om måneden 300-400 g, fedt ca 125 g. det vil sige, hvor forrådet i det hele taget rækker så langt. Det lyder altsammen som det rene eventyr og dog er det sandt. Mange og hjertelige hilsener fra din ven
    Constantin. 
    49 Deutschland von heute Tyskland af i dag
    50        Immer wieder trifft man auf die irrtümliche Ansicht, dass mit der Demokratie, die in Deutschland gebildet wurde, Gleichheit für die ganze Welt bestände, und die Deutschen (mit Ausnahme der Nazis) darum nun ein Recht auf alle Güter der Erde hätten, deren sich die anderen Nationen erfreuen. Wird dann diese Hoffnung zu Wasser, ist man erbost, deprimiert oder verbittert, je nach Temperament.         Igen og igen træffer man på den forkerte anskuelse, at der med det demokrati, der bliver dannet i Tyskland, kommer der til at bestå lighed med hele verden, og at tyskerne (bortset fra nazisterne) derfor ville få en ret til alle goder på jorden, som de andre nationer glæder sig over. Hvis så denne forhåbning går i vasken, så bliver man opbragt, deprimeret eller bitter, alt efter temperament. 
    51        Zunächst einmal: Wie sieht Demokratie in Deutschland aus? Als Sie, liebe Leser, 1945 Deutschland verliessen, waren gerade die Siegerstaaten dabei. Deutschland zu erobern. Sie hatten als ihre Staatsform die Demokratie gewählt, und da sie bei der Kapitulation keine Regierung vorfanden, beschlossen sie, nur mit einer Regierung arbeiten zu wollen, die auf demokratischen Grundsätzen beruhte.        Først dette: Hvordan ser demokrati ud i Tyskland? Da De, kære læser, i 1945 forlod Tyskland, var de sejrende stater just ved at erobre Tyskland. De havde valgt demokratiet som deres statsform, og da de ved kapitulationen ikke forefandt nogen regering, besluttede de, kunne at ville arbejde med en regering, der beroede på demokratiske grundsætninger. 
    52  Ein persönliches Interesse für Deutschland hatte man wohl kaum; höchstens überlegte man, wie die Unkosten am besten gedeckt werden könnten, die ihnen durch diesen durch Deutschland begonnenen Krieg verursacht waren. In dieser ideallosen Zeit dachte niemand der Besatzungsmächte daran, sich für Trümmerhaufen zu interessieren und das, was in ihnen wohnte. Dass man die Deutschen vom Nationalsozialismus befreit hatte, war eine günstige Nebenerscheinung. En personlig interesse i Tyskland havde man vel knap nok. Højst har man overvejet, hvordan de omkostninger bedst kunne dækkes, som var blevet påført dem af den af Tyskland begyndte krig. I denne tid uden idealer tænkte ingen af besættelsesmagterne på at interessere sig for ruindyngerne og det, som boede i dem. At man havde befriet Tyskland fra nationalsocialismen var en gunstig tillægsgevinst. 
    53 In den Augen der Besatzung hatten die Deutschen schweigend zugesehen, wie Millionen ihrer Landsleute gemordet wurden und darum waren die Deutschen verachtenswert.  I besættelsens øjne havde tyskerne stiltiende set til, mens millioner af deres landsmænd blev myrdet og derfor var tyskerne foragtelige.
    54         Von deutscher Seite sah man die Besatzung als diejenigen an, die den Krieg und die damit verbundenen Bombenangriffe beendet hatte. "Wir müssen uns doch dafür erkenntlich zeigen," meinten einige mit einem schiefen Blick auf die Proviantsäcke der Alliierten, und dann begann das Schwindeln in solchem Masse, dass die Alliierten sich schüttelten vor Grauen. "Nazi sind wir nie gewesen!" sagten alle und diskutierten dann, in welcher Zone es sich wohl am besten lebe, ungefähr so, als wollten sie in die Sommerfrische fahren, und danach begannen sie zu reisen: Nach Kartoffeln in die amerikanische Zone, nach Gebrauchsartikeln und Schnaps in die russische Zone, nach Wein in die französische Zone und nach Heringen in die englische Zone.           Fra tysk side så man på besættelsen som noget, der havde afsluttet krigen og de dermed forbundne bombeangreb. "Vi må dog vise vor erkendtlighed overfor det," mente nogle med et skævt blik til de allieredes proviantsække, og så begyndte svindelen i en sådan grad, at de allieerede rystede af gru. "Vi har aldrig været nazister!" sagde alle og diskuterede så, i hvilken zone det vel var bedst at leve, omtrent, som ville de tage på sommerferie, og derefter begynde de at rejse: Efter kartofler i den amerikanske zone, efter brugsartikler og snaps i den russisne zone, efter vin i den franske zone og efter sild i den engelske zone. 
    55  Es wurden glänzende Geschäfte gemacht, so dass die Besatzungsmächte mit ihrer Polizei eingreifen mussten, weil auch ihre Warendepots nicht sicher waren; und die Bahnpolizei wurde mindestens dreimal verstärkt. Trotzdem blühte das Geschäft auf dem schwarzen Markt, natürlich auf Kosten der Allgemeinheit, die nahe am Verhungern war.  Der blev gjort glimrende forretninger, så besættelsesmagterne med deres politik måtte gribe ind, fordi selv deres varedepoter ikke var sikre; og banepolitiet blev i det mindste forstærket til det tredobbelte. Trods det blomstrede forretningen på det sorte marked, naturligvis på bekostning af almenheden, som var nær sultedøden. 
    56  Diejenigen, die ihrer Arbeit nachgingen und auf ehrliche Weise ihr Brot verdienten, fielen oftmals auf der Strasse um vor Schwäche und Unterernährung, ihre Kinder erkrankten an Typhus und Tuberkulose. Banditen zogen Menschen am hellen Tage auf Friedhöfen und auf einsamen Orten aus. Raubüberfälle waren an der Tagesordnung und die Schwarzmarkthändler lebten als halbe Millionäre in Dentschlands Seebädern.  De, der gik på arbejde, og på ærlig måde tjente deres brød, faldt ofte om på gaden af svaghed og underernæring, derer børn blev syge af tyfus og tuberkulose. Banditter overfaldt mennesker ved højlys dag på kirkegårde og ensomme steder. Røveriske overfald var dagens orden og sortbørshandlerne levede som halve millionærer ved Tysklands badestrande. 
    57       Die jungen Mädchen liefen den englisch-amerikanischen Soldaten nach und küssten sich mit den Negern auf offener Strasse; für ihr Vergnügen waren ihnen selbst die Friedhöfe nicht mehr zu heilig und stundenlang standen sie vor den Kasinos für weisse oder farbige Amis, bis schliesslich ein John oder James, sich ihrer erbarmte.          De unge piger løb efter de engelsk-amerikanske soldater og kyssede negre på offentlig gade; for deres fornøjelser var selv kirkegårdene ikke mere for hellige og i timevis stod udenfor kasinoerne for hvide eller farvede amerikanske soldater, indtil endelig en John eller James forbarmede sig over dem. 
    58 Oftmals kam es sogar zu Schlägereien unter den Frauen um ihre Porto Ricos oder sogenannten "braunen Soldaten". Aber Deutsche, richtige Deutsch mit Ehrgefühl und Herz sah ich kaum. Überall Betrug, Verrat, Kriecherei und Prostitution.  Ofte kom det sågar til slåskampe mellem kvinderne om deres portoricanere eller såkaldte "brune soldater". Men tyskere, rigtige tyskere med æresfølelse og hjerte så jeg næsten ingen af. Overalt bedrag, forræderi, kryberi og prostitution. 
    59          Zuletzt packte mich ein solcher Ekel und Verzweiflung, dass ich das Leben dort einfach nicht mehr ertrug und über die dänische Grenze ging. Sterbendes Volk -- sollen sie doch sterben, wollen es ja nicht besser -- dachte ich in meiner grenzenlosen Enttäuschung, um im Inneren gleichzeitig zu entschuldigen: vielleicht ist's der Hunger, der sie so schlecht macht.           Til sidst greb en sådan væmmelse og fortvivlelse mig, at jeg simpelthen ikke mere kunne udholde livet dèr og gik over den danske grænse. Et døende folk -- hvis de alligevel skal dø, de vil det jo ikke bedre -- tænkte jeg i min grænseløse skuffelse, for i mit indre samtidig at undskylde dem: Måske er det sulten, der gør dem så slette. 
    60          Nun bin ich hier im Flüchtlingshospital, ich lese Eure Zeitung und darin viel von Streit- und Zanksucht: Warum Fraternisierungs-Verbot? Wo bleibt demokratische Gleichberechtigung etc? Zunächst bin ich enpört über so viel Frechheit, dass man als Internierte den Dänen Vorschriften machen will.          Nu er jeg her på flygtningehospitalet, jeg læser Deres avis og deri meget om lyst til kiv og strid: Hvorfor fraterniseringsforbud? Hvad bliver det til med den demokratiske ligeberettigelse, osv? Først bliver jeg oprørt over så stor en frækhed, at man som interneret vil fortælle danskerne, hvad de skal gøre. 
    61  Dann krampft sich mir das Herz zusammen bei dem Gedanken: "Es ist die Verblendung, ihre grenzenlose Verblendung, die sie in den Abgrund treibt, hier wie in Deutschland". Men derefter krympede hjertet sig i mig ved den tanke: "Det er forblændelsen, deres grænseløse forblændelse, der driver dem i afgrunden, her som i Tyskland". 
    62        Besser wäre es, dass man die Vernunft ein wenig gebraucht, ein Herz für seine Mitmenschen hat und einen festen Willen. Damit stellt man auch am ehesten den Kontakt und das gute Verhältnis mit dem Ausland wieder her. "Das Volk" sind ja schliesslich wir, jeder einzelne und hier in Dänemark sind wir ausserdem noch Repräsentanten für Deutschland.          Det ville være bedre, om man bruger sin fornuft en lille smule, om man har hjerte for sine medmennesker og om man har en fast vilje. Det er også først og fremmest derved, at man kan genoprette kontakten og det gode forhold til udlandet. "Folket", det er jo i sidste ende os, hver enkelt, og her i Danmaark er vi desuden stadig repræstentanter for Tyskland. 
    63 Sollten wir nicht lieber alles warum und weshalb über Bord werfen und uns ein gutes Herz erhalten? 
    Gertrud Lemke-Andersen,
    Aarhus. 
    Skulle vi ikke snarere kaste alle "hvorfor'er" over bord og sørge for at have et godt hjerte?
    Gertrud Lemke-Andersen
    Aarhus. 
    64  Das Krankenhaus in Grove Sygehuset i Grove
    65          Ich habe den Artikel "Wozu brauchen wir noch Ärzte und Pflegepersonal?" (47-36#37) in den Deutschen Nachrichten gelesen und, obwohl ich sonst sehr zurückhaltend mit meiner eigenen Meinung bin, empören mich die Äusserungen dermassen, dass mich mein Gewissen einfach dazu zwingt, mich dazu zu äussern.          Jeg har læst artiklen "Hvad skal vi med læger og plejepersonale?" i Deutsche Nachrichten, og selv om jeg ellers er meget tilbageholdende med min egen mening, oprøres jeg over den slags ytringer, så min samvittighed simpelthen tvinger mig til at ytre mig derom. 
    66  Ich bin nie ernstlich krank gewesen und hatte, wie die meisten Menschen, eine Abneigung gegen Krankenhäuser usw. Diese Abneigung wurde hier in Dänemark noch verstärkt durch allerhand Schauergeschichten, die ich über Ärzte und Pflegepersonal hörte.   Jeg har aldrig været alvorlig syg og havde som de fleste mennesker en uvilje mod sygehuse, osv. Denne uvilje blev her i Danmark forstærket endnu mere af alle mulige rædselshistorier, som jeg hørte om læger og plejepersonale. 
    67 Ich lebe hier im Lager mit meiner Mutter zusammen und sie ist mein einziger Halt. Es ist mein einziger Wunsch, sie einmal gesund nach Deutschland zu bringen. In November 1946 erkrankte sie an einer schweren Lungenentzündung, und, obwohl ich mich bis zum äussersten sträubte, war ich gezwungen, sie hier nach Grove ins Krankenhaus zu bringen.  Jeg lever her i lejren sammen med min mor, og hun er mit eneste holdepunkt. Det er mit eneste ønske, at jeg engang kan føre hende med til Tyskland, sund og rask. I november 1946 blev hun syg af en svær lungebetændelse, og selv om jeg strittede imod til det yderste, blev jeg tvunget til, at bringe hende her til Grove til sygehuset. 
    68 Ich war damals verzweifelt, denn es stand für mich fest, dass man sich mit einer alten Frau keine Mühe geben, und dass ich sie verlieren würde. Wie sehr schäme ich mich heute über diese Auffassung. Meine Mutter war schwerkrank, und musste viele Monate im Krankenhaus liegen. Dass sie am Leben geblieben ist, und dass wir jetzt wieder zusammen sein können, verdanke ich nur der unendlichen Mühe, Aufopferung und Kunst des Arztes und der hingebenden Pflege der Schwestern.  Jeg var dengang fortvivlet, for det stod fast for mig, at man ikke gør sig megen ulejlighed med en gammel kone, og at jeg ville miste hende. Hvor meget må jeg så ikke i dag skamme mig over denne opfattelse. Min mor var alvorlig syg, og måtte ligge på sygehus i mange måneder. At hun er forblevet i live, og at vi nu igen kan være sammen, det har jeg kun lægens uendelige møje, opofrelse og kunst og de sygeplejerskernes hengivende pleje at takke for. 
    69 Ich bin 10 Monate lang jeden Tag zu meiner Mutter ins Krankenhaus gegangen und ich denke, dass ich während dieser Zeit einen kleinen Einblick in die Krankenhausverhältnisse gewonnen habe, um urteilen zu können. Jedenfals ist es nicht wahr, dass mit den Kranken Schikane getrieben wird, im Gegenteil, der Arzt und das Pflegepersonal scheuen keine Mühe und Arbeit, tun alles, was in ihren Kräften steht für das Wohl und die Gesundung der Kranken.  Ti måneder igennem gik jeg hver dag til min mor på sygehuset, og jeg tænker, at jeg i denne tid har fået et lille indblik i sygehusforholdene, så jeg kan dømme om dem. I hvert fald er det ikke sandt, at der drives chikane med de syge, tværtimod, lægen og plejepersonalet skyr ingen anstrengelse og arbejde, gør alt, hvad der står i deres magt for de syges velbefindende og helbredelse. 
    70 Der Arzt kommt Tag und Nacht, um nach den Kranken zu sehen, ich weiss das nicht nur von meiner Mutter, sondern auch von vielen anderen Patienten, die ich im Laufe der Monate dort kennengelernt habe. Und ich weiss genau, die meisten Menschen, die hier in Grove im Krankenhaus gelegen haben, hegen eine grosse Achtung und Dankbarkeit für den Arzt und das Pflegepersonal. Lægen kommer dag og nat, for at se til de syge, jeg véd det ikke kun om min mor, men også fra mange andre patienter, som jeg har lært at kende i løbet af disse måneder. Og jeg véd nøje, at de fleste mennesker, der her i Grove har ligget på sygehus, har stor agtelse og taknemlighed overfor lægen og plejepersonalet. 
    71  Ganz kurz möchte ich auch noch den Verwalter erwähnen. Ich kenne ihn nur vom Sehen. Aber meine Meinung ist die, wenn bei einem so grossen Apparat, wie das Grover Krankenhaus einer ist, alles klappen soll, dass auch ein Verwalter nötig ist, und dass er bestimmt viel Mühe und Arbeit hat, und es ungerecht ist, ihn anzugreifen. Dasselbe gilt auch für den Furier. Meine Mutter hat niemals über das Essen geklagt, obwohl sie sehr verwöhnt darin war.  Ganske kort vil jeg også gerne nævne forvalteren. Jeg kender ham kun af udseende. Men min mening er den, at hvis alt skal passe sammen i et så stort apparat, som Grove sygehuset er, så er det også nødvendigt med en forvalter, og at han bestemt har megen møje og arbejde, og at det er uretfærdigt at angribe ham. Det samme gælder også for intendanten. Min mor har aldrig klaget over maden, selv om hun blev meget forkælet derinde. 
    72 Sie und andere Kranke haben mir oft gesagt, dass das Essen schmackhaft und reichlich wäre, jedenfalls nicht zu vergleichen mit dem Essen im Lager. Ich bin in meinem Schreiben wohl nicht sachlich genug auf den Artikel des Herrn Kuhn eingegangen. Ich habe hiermit auch nur meine Achtung und Dankbarkeit für den Arzt und die Schwestern ausdrücken wollen, da der Artikel des Herrn Kuhn mich in seiner Ungerechtigkeit und Undankbarkeit verletzt hat. 
    Erika Roggatz,
    Flüchtlingslager Grove-Karup. 
    Hun og andre syge har ofte sagt til mig, at maden var velsmagende og rigelig, i hvert fald ikke at sammenligne med maden i lejren. Jeg er nok i min skrivelse ikke gået sagligt nok ind på hr Kuhns artikel. Men jeg har hermed også kun villet udtrykke min agtelse og taknemlighed overfor lægen og sygeplejerskerne, eftersom hr Kuhns artikel har såret mig med dens uretfærdighed og utaknelighed.
    Erika Roggatz,
    Grove. 
    73 D